2002 bis 2005

Im März 2002 wurde Michael Lorenz zum 1. Kommandanten gewählt.

1. VorsitzenderRoland Rupprechtlegte im Laufe des Jahres aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Zu seinem Nachfolger wurde Hans-Peter Pachgewählt.

 

Nach nur vier Übungsabenden unter Anleitung des Ausbilders Karl-Heinz Brunner, legten im Juni 2002 erstmals 11 aktive Kameraden der Feuerwehr Burgthann - verstärkt durch den damaligen stellvertretenden Kommandanten der FF Mimberg,Erwin Dewers- die Leistungsprüfung FwDV 13 "Technische Hilfeleistung" erfolgreich ab. Damals noch mit dem ausgeliehenen Rettungssatz der FF Oberferrieden.

 

Vom 18.-22. August 2002 wickelte eine Einsatzmannschaft aus Burgthann unter Kommandant Michael Lorenz den 2. überregionalen Einsatz in der Geschichte der Wehr ab.

Die Burgthanner gehörten unter anderem mit Lauf, Hersbruck, Velden, Röthenbach/Peg. und Moosbach zu den freiwilligen Hilfsmannschaften aus Bayern, welche beim katastrophalen Hochwasser im Freistaat Sachsen zu Hilfe kamen. Einsatzort war hierbei Pirna bei Dresden, wo die Pumpen der mitgebrachten Löschfahrzeuge im wahrsten Sinne des Wortes heiß liefen.

 

Oktober 2002 beschaffte der Feuerwehrverein der Feuerwehr-Sanitätergruppe für runde Tausend Euro einen sogenannten „Ambuman“ aus Spendenmitteln. Sinn dieser Puppe ist es, die Herz-Lungen-Wiederbelebung einer leblosen Person realitätsnah üben zu können. Benutzt wird diese Übungspuppe in erster Linie von den Mitgliedern der Feuerwehr-Sanitätergruppe innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Burgthann.

Im 1. Quartal 2003 stellte die Freiwillige Feuerwehr Burgthann ihren ersten eigenen Hydraulischen Rettungssatz von LUKAS in Dienst. Diese Zusatzbeladung ist auf einem selbstkonstruierten Wechselschlitten auf dem Burgthanner LF8/6 standardmäßig verlastet, welches dadurch den Funkrufnamen „Florian Burgthann 48/1“ erhielt.

 

August 2003 erhielten zwei Dutzend Burgthanner First Responder (Helfer vor Ort) vom Ärztlichen Leiter, Notarzt Christian Matern, jeweils eine Ganztagsschulung in der Bedienung des Automatisierten Externen Defibrillators – kurz genannt AED oder „Defi“. Auch dieses Gerät wurde vom Feuerwehrverein beschafft und ermöglicht den ausgebildeten und trainierten First Responder-Teams bei Auffinden eines Patienten mit Herzkammerflimmern, diesen schnell, sicher und zuverlässig zu defibrillieren. Dies bedeutet, das "außer Takt" geratene und ineffektiv "stotternde" Herz des Betroffenen wird durch einen elektrischen Stromstoß, dem sogenannten Schock, wieder im richtigen Rhythmus "neu gestartet".

 

In monatelanger, intensiver und ca. 350-stündiger unentgeltlicher Eigenleistung haben 2003 mehrere engagierte Kameraden der Wehr aus einem 11 Jahre alten zivilen Gebrauchtfahrzeug Opel Astra Caravan F mit 75 PS, welches mittels Spenden günstig erworben werden konnte, ein runderneuertes und vollausgestattetes FR-Einsatzfahrzeug hergestellt. Das Fahrzeug wurde zuerst bis auf das blanke Karosserieblech zurückgebaut, von Rost befreit, neu grundiert, feuerwehrrot lackiert und mit auffälliger Warn-Bestreifung beklebt. Danach konnte es entsprechend den feuerwehrtaktischen und medizinischen Anforderungen ausgestattet werden.

Mit der offiziellen Fahrzeug-Übergabe durch 1. Bürgermeister Georg Hirsch und der Übernahme durch die Gemeinde in den Bestand der Burgthanner Feuerwehr, wurde das First-Responder-Fahrzeug in Dienst gestellt.

 

Am 1. Januar 2004 um 18 Uhr, nahm das Fahrzeug rund um die Uhr mit jeweils zwei Feuerwehrdienstleistenden aus der First Responder-Gruppe den Bereitschaftsdienst auf. Das Fahrzeug hört auf den Funkrufnamen Florian Burgthann 79/1 und kann von der Rettungsleitstelle Nürnberg über Funkmeldeempfänger zur Erstversorgung von medizinischen Notfalleinsätzen sowohl im Großgemeindebereich als auch in die umliegenden Kommunen oder auf Autobahnen und Landstraßen alarmiert werden.

Bereits in den ersten Wochen der Dienstaufnahme konnte ein circa 40-jähriger Patient defibrilliert und reanimiert werden, was ihm nach Aussage des Arztes eindeutig das Leben rettete.

 

Am 11. Juni 2005 feierte der Förderverein Freiwillige Feuerwehr Burgthann e.V. sein 25-jähriges Gründungsjubiläum. Neben einer Diaschau und einem kalten Büffet wurden alle noch lebenden Gründungsmitglieder mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet.

 

Als Ersatz für das sowohl von der Bausubstanz als auch von den Räumlichkeiten her mittlerweile nicht mehr ausreichende Feuerwehrhaus an der Mimberger Straße wurde im Herbst 2005 mit einem Feuerwehrhaus-Neubau am Schaffeldweg begonnen.

 

Zum Jahreswechsel 2005/2006 beschaffte der First Responder-Verein der FF Burgthann aus Eigen- und Spendenmitteln einen neuen VW „Caddy“ für seine Feuerwehr-First-Responder-Abteilung, welcher zur Indienststellung von der Gemeinde für einen symbolischen Euro übernommen wurde.

Das Fahrzeug ersetzte den Januar 2004 mit der Einführung des FR-Dienstes gleichermaßen selbstbeschafften und selbstausgebaute Opel Astra Caravan F. Obwohl erst zwei Jahre in Dienst, drohten die Reparaturkosten und die altersverschleißbedingten Standzeiten des 12 Jahre alten „Oldies“ überhand zu nehmen. Außerdem konnte die Alarmsicherheit mit ihm nicht mehr gewährleistet werden.

Der neue „Caddy“ mit einer Motor-Leistung von 75 kW/101 PS wurde in Fahrzeugfarbe Silber ab Werk bestellt und mit roter Folie sowie gelber Beschriftung und blauen Linien beklebt. Alle mit dem Fahrzeug fest verbundenen Einbauten wurden aus Garantiegründen durch die Vertragswerkstatt Autohaus Fischer (Neumarkt/Opf.) vorbereitet. Der komplette Innenausbau der Ausrüstungsfächer im Heck wurde in Eigenleistung vorgenommen. Neben der medizinischen Ausrüstung ist auch wieder eine Feuerwehr- und Brandschutzkomponente verlastet.

 

 

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