2006 bis 2008

Von 10.-14. Februar 2006 leisteten insgesamt 14 Burgthanner Kamerad/innen - verteilt auf fünf aufeinanderfolgende Tage - im Rahmen der Schnee-Katastrophenhilfe des Landkreises Nürnberger Land im Landkreis Passau Hilfe beim Schneeräumen von einsturzgefährdeten Dächern. Der erste von drei Abmärschen mit Beteiligung der Burgthanner Kameraden erfolgte am Freitag, den 10. Februar um 15 Uhr - nach ca. einstündiger Vorlaufzeit - geschlossen mit Sonderrechten im Marsch-Verband vom Feuerwehr-Gerätehaus Altdorf ab, nach Wegschaid im Landkreis Passau. Teilnehmer waren hier, neben Feuerwehrdienstleistenden aus dem Landkreis und den Burgthanner Gemeindewehren Ezelsdorf und Oberferrieden, die Burgthanner Kamerad/innen Andreas Hübner,Andrea Lehmann, Michael Leigeber, Michael Lorenz, Tobias Rost und Björn Steinl. Das Burgthanner Kontingent fuhr – wie auch der zweite Abmarsch am darauffolgenden Samstag mit drei Oberferriedern und den Burgthannern Jürgen Bliemel, André Brunner, Karl-Heinz Brunner, Matthias Kuhn und Gerald Weth, zum Zielort Stadt Hauzenberg – im Oberferriedener Mehrzweckfahrzeug.

Sonntag morgens um 7 Uhr wurde der dritte Verband ins Katastrophengebiet in Marsch gesetzt. Auch diesem Einsatzkontingent gehörten vier Burgthanner (Marc Berthold, Erwin Dewers, Christian Volkmuth und Daniel Wenske) an.

Diesmal stand das Oberferrieder MZF kurzfristig nicht zur Verfügung, so dass sich die Burgthanner auf verschiedene andere Fahrzeuge aufteilen mussten. Zielgebiet waren die Orte Hauzenberg und Tittling, Rückkunft und Einrücken an den Standort wieder in der Nacht.

 

Montag, den 13. Februar 2006, fuhr der vierte Abmarsch mit den Burgthannern Michael Leigeber, Christian Volkmuth und Klaus Vitzthum sowie mehreren Kameraden der Großgemeinde in den Landkreis Passau. Leider wurden an diesem Tag auch zwei Feuerwehrkameraden aus dem Landkreis im Einsatz verletzt. Der Burgthanner Klaus Vitzthum übernachtete im Einsatzort und fuhr erst in der nächsten Nacht mit dem vorerst letzten Konvoi zurück.

 

Auch mit dieser spontan auf die Beine gestellten Aktion traten die Burgthanner Kamerad/innen – nach den Hilfsaktionen der vergangenen Jahre „Sturmschäden Limousin“ (Frankreich) und „Oder-Hochwasser“ (Neue Bundesländer) – wieder den Beweis an, dass sie sowohl willens als auch in der Lage sind, jederzeit und an jedem Ort kurzfristig qualifizierte Hilfe für in Not geratene Mitmenschen zu leisten.

 

Am 13. Mai 2006 legten wiederum 9 Burgthanner Kamerad/innen die Leistungsprüfung FwDV13 „Technische Hilfeleistung“ – dieses Mal erstmalig mit dem eigenen Rettungssatz – unter den kritischen Augen der Schiedsrichter Thomas Pöllot (Oberferrieden), Georg Geiger (Diepersdorf) und Karl-Heinz Brunner (Burgthann) hervorragend mit Null Fehlern ab. 

Der Burgthanner Kamerad Andreas Hübner wird im Herbst 2006 als Kreisbrandmeister Funk zum Mitarbeiter des neuen Kreisbrandinspektors Funk Bernd Haslinger aus Lindelburg ernannt.

 

Mit einem feierlichen Akt wird am 16. November 2006 der Bezug des neu gebauten Feuerwehrhauses „Am Schaffeld“ gefeiert. Die  Spitzen des öffentlichen Lebens der Großgemeinde und darüber hinaus finden sich ein, um die offizielle Inbetriebnahme des Gebäudes mitzuerleben.

In einem symbolischen Marsch vom alten zum neuen Haus trugen Aktive und Jugendgruppe Vereinsfahne und Wimpel, begleitet von 2. Bürgermeister Heinz Meyer, den beiden Burgthanner Geistlichen und zahlreichen Gemeinderäten sowie dem „Burgthanner Bauernfünfer“, der den Zug mit Volksmusikweisen begleitet.

Vor dem neuen Gebäude fand der Festakt statt, bei dem Bürgermeister Georg Hirsch die Entstehungsgeschichte des neuen Feuerwehrhauses Revue passieren ließ. 

In Absprache mit der Feuerwehr habe man sich 2002 für den Standort Schaffeldweg entschieden.
2003 habe man sich auf das Raumprogramm geeinigt und den Zuschuss eingereicht, der 2005 gewährt wurde und 215.000 Euro der voraussichtlich 900.000 Euro Kosten betrage. Baubeginn war Oktober 2005, Richtfest bereits im Dezember 2005.
Das Haus beinhaltet eine zentrale Bekleidungskammer mit Industrie-Waschmaschine und -Trockner, eine Atemschutzwerkstatt mit Füllstation und das zentrale Lager für Verbrauchsmaterial, jeweils für alle Großgemeindewehren. Des weiteren 3 Fahrzeug-Stellplätze, eine Einsatzzentrale, einen Lehrsaal und eine Küche mit Aufenthaltsraum.

Unter den Gästen befanden sich stellvertretender Landrat Norbert Dünkel, Bezirksrätin Barbara Titzsch, Nachbar-Bürgermeister Hans Bradl aus Postbauer-Heng, sowie als Vertreter der Regierung von Mittelfranken Oberamtsrat Günter Nachtsheim.

Neben führenden Funktionären der benachbarten Feuerwehren und Vertretern der Patenwehr Berg waren auch Mitglieder der Rettungsleitstelle anwesend, Kreisbrandrat Bernd Pawelke und Kreisbrandinspektor Peter Schlerf sowie weitere Mitglieder der Kreisbrandinspektion, Vertreter der Polizei, der örtlichen Schulen, Geldinstitute, Grundstücksanlieger und Ortsvereinsvorsitzende aus Burgthann.

Der evangelische Ortsgeistliche Klaus Mendel und sein katholischer Kollege Georg Schlecht erteilten im Anschluss dem Haus den kirchlichen Segen. Auch sie hoben die wichtige Hilfs- und Schutzfunktion der Feuerwehren hervor und baten um Gottes Hilfe für alle, die sich für das Wohl ihrer Mitmenschen engagieren.

Architekt und Gemeinderat Reinhard Graf umriss die Vorgaben, die seine Planung in Bezug auf die Bezuschussung zu berücksichtigen hatte: eine Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen, ein Gerätelager, Atemschutzpflegeraum und Werkstatt, zentrale Bekleidungskammer und ein Schulungsraum sollten entstehen. Die gestellten Anforderungen wurden durch die Funktionstrennung der Baukörper in Verwaltungsgebäude und Fahrzeughalle erreicht.

Die Einbindung in das Grundstück erfolgte durch einen quer zum Hang liegenden Verwaltungsbau und eine daran anschließende eingeschossige Halle, so dass eine Höhenstaffelung erreicht wurde und die Höhenentwicklung des Grundstücks optimal ausgenutzt wurde. Auch er erläuterte den genauen zeitlichen Entstehungsprozess und wies auch darauf hin, dass bei der Auswahl der Materialien vor allem auf die Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die spätere Wartung geachtet wurde.

Abschließend überreichte er dem Bürgermeister den symbolischen Schlüssel für das neue Haus, den dieser sofort weiter an den ersten Kommandanten Michael Lorenz gab.

Als Höhepunkt des offiziellen Programms wurde ein Gedenkstein enthüllt, der auf die Initiative des ersten Vorsitzenden Hans-Peter Pach und auf die Idee von Kassier Max Kahl zurückgeht. Vier Granitblöcke mit der Aufschrift des Feuerwehr-Wahlspruchs „retten, löschen, bergen, schützen“ wurden freigegeben und vor den Augen der Öffentlichkeit verlötete man in einer Röhre für die Nachwelt die Namen der Aktiven, der geladenen Gäste, eine aktuelle Ausgabe der Tageszeitung und einen Satz Euro-Münzen in einem Hohlraum des Gedenksteines.

 

Am 5. Dezember 2006 verstarb Burgthanns Ehren-Kommandant Hans Weber (1. Kommandant von 1962 – 1975) im Alter von 74 Jahren und wurde am 8. Dezember unter Mitwirkung einer Ehren- und Träger-Formation der FF Burgthann auf dem Burgthanner Waldfriedhof beigesetzt.

Bei der Generalversammlung am 2. Februar 2007 mussten Nachfolger für den aus beruflichen Gründen vorzeitig zurückgetretenen stellvertretenden Kommandanten Christian Seuboth und für den sich nicht mehr zur Verfügung stellenden langjährigen 2. Vorsitzenden Klaus Niklas gefunden werden.

 

Zum stellv. Kommandanten wurde Thomas Schmid gewählt, in das Amt des 2. Vorsitzenden wurde Kamerad Michael Leigeber gewählt.

 

Eine ganz besondere Ehrung wurde dem nach 41 sehr engagierten Dienstjahren aus Altersgründen aus dem aktiven Feuerwehr-Dienst ausscheidenden Oberlöschmeister Hans „Olli“ Röder zu Teil. Er wurde im Anschluss an die Generalversammlung in einem feierlichen Akt am neuen Gedenkstein beim Burgthanner Feuerwehrhaus zum neuen Ehrenkommandanten ernannt.

Als Gründe für die Entscheidung, Hans Röder zum Ehrenkommandanten zu ernennen, führten die Laudatoren an, dass der „Olli“ seit 41 Jahren der Burgthanner Wehr überwiegend in Führungspositionen verbunden gewesen wäre. Unter anderem war der langjährige Gruppenführer jeweils eine Periode stellvertretender (1975 – 1979) und dann 1. Kommandant (1979 – 1984). Für 2 Jahre übernahm er nach dem plötzlichen Tod des Amtsinhabers Hans Büttner 1997 bis 1999 die Funktion des 2. Vorstandes, als sich partout kein anderer dafür zur Verfügung stellen wollte.

Das er in die Planungen der drei in seiner Dienstzeit stattfindenden Feuerwehr-Jubiläen (100-jähriges 1976, 110-jähriges mit Fahnenweihe 1986 und 125-jähriges Bestehen 2001) an vorderster Front mit eingebunden war, verstand sich für ihn von selbst.

Ab 1986 füllte er auch über lange Jahre hinweg das Amt des Fahnenträgers zuverlässigst aus.

 

Im Januar 2008 feierte Ehrenmitglied Hans Distler seinen 80. Geburtstag. Zu diesen Anlass marschierte die Feuerwehr mit Fahne und Manschaft zu einem Wohnhaus in der Bergstraße und erwiesen ihm die Ehre.

 

An der Generalversammlung im Januar 2008 wurde 1. Kommandant Michael Lorenz für eine 2. Amtszeit wiedergewählt.

 

Der Technische Leiter der First Responder,  aktives FW-Mitglied und Feuerwehr-Kassier Maximilian Kahl wurde an der selben Generalversammlung mit Erreichen des 60. Lebensjahres aus Altersgründen aus dem Aktiven Feuerwehr- und FR-Dienst verabschiedet, bevor er 1 Monat später als erster Burgthanner Aktiver von einer Neufassung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes profitierte und seinen Aktiven Dienst bis 63 nochmals aufleben lassen durfte.

 

Ebenfalls an der diesjährigen Jahreshauptversammlung, wurde ein Vergnügungsausschuss wieder ins Leben gerufen. So wurden Roland Rupprecht, Olli Röder, und Reinhold Lang von den Mitgliedern für ein Jahr gewählt.

 

Im März 2008 wurde der federführende Kommandant der Feuerwehren Burgthann´s zum Kreisbrandmeister ernannt. Sein Aufgabengebiet umfasst die Brandmeldeanlagen sowie die TAB des Landkreises Nürnberger Land.

 

Vom Sturmtief "Emma" blieb auch die Gemeinde Burgthann am 1. März nicht verschont. So mussten im Laufe des Tages mehrere untwetterbedingte Einsätze abgearbeitet werden.

 

Im Mai veranstaltete der neu gewählte Vergnügungsausschuß die "1. Golden Oldie Night" für Jung und Alt. Dies war die erste seiner Art am neuen Burgthanner Feuerwehrhaus im Schaffeldweg.  

 

Im Juni gaben sich unser Kamerad Alexander Bock und Marlene Magsam das "Ja-Wort" zur Ehe.

 

Ebenfalls heirateten unser ehemaliger Komandant Karl-Heinz Brunner und Kathrin Seidel im November. Vor dem Standesamt der Gemeinde Burgthann konnten diese von einer Abordnung der Feuerwehr begrüßt und beglückwünscht werden.

 

An der diesjährigen Weihnachtsfeier im Dezember 2008, wurde der Abend durch eine neu gegründete Band "F.A.D.U.C." der Feuerwehr Burgthann musikalisch umrahmt. 

 

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