Gemeinsames Ausbildungswochenende in Burgthann durchgeführt

BURGTHANN – Vom 23. – 24. Juli 2016, veranstaltete die Feuerwehr Burgthann in Zusammenarbeit mit der Polizeihubschrauberstaffel Bayern sowie den Kollegen der BRK Rettungswache Feucht ein gemeinsames Ausbildungswochenende. Der Fokus lag hierbei auf der Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen sowie dem intensiven Training der jeweiligen Fachbereiche.


Der Samstag startete mit einer theoretischen Auffrischung im Bereich der Traumaversorgung sowie dem richtigen und standardisierten Versorgen von Patienten. Zusätzlich stand die Einweisung in neue Gerätschaften sowie das Training mit dem Spineboard (Rettungsbrett) auf dem Ausbildungsplan.

 

Später konnte die Theorie anhand verschiedener praktischer Fallbeispiele ausgiebig trainiert und besprochen werden.

 

Zusätzlich zu den Übungsszenarien konnten durch die diensthabende Besatzung des First-Responder der Feuerwehr Burgthann während der Ausbildung drei reelle Einsätze im Gemeindegebiet abgearbeitet werden.

 

Am Samstagabend stand die Einrichtung eines Hubschrauberlandeplatzes sowie das korrekte Einweisen eines Hubschraubers auf dem Programm. So wurde gegen 21:30 Uhr ein geeigneter Landeplatz auf einer Wiese außerhalb der Ortschaft Burgthann erkundet und vorbereitet. Dazu wurde der Bereich großräumig ausgeleuchtet und nach störenden Gegenständen abgesucht. Kurze Zeit später konnte ein Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel aus Roth die „Einsatzstelle“ mehrmals anfliegen sowie verschiedene Flugmanöver testen. Nach der Landung bestand die Möglichkeit mit der Crew in den Dialog zu treten und die vorangegangene Übung zu besprechen. Auch Passanten die die Übung zu späterer Stunde beobachtet hatten konnten bei dieser Gelegenheit einen Polizeihubschrauber aus der Nähe bestaunen.

 

Am Sonntagmorgen startete der zweite Ausbildungstag nach einer kurzen Begrüßung und Einteilung der Fahrzeugbesatzungen mit dem ersten Übungsszenario. Ein verletzter Waldarbeiter, welcher unter einem Baumstamm eingeklemmt war, musste befreit und versorgt werden. Die Besonderheit bei dieser Lage war die Entfernung von der befestigten Straße zur eigentlichen Einsatzstelle im Wald, welche nicht mit den Fahrzeugen zurückgelegt werden konnten. So musste das benötigte Material sowie der Patient zu Fuß transportiert werden. Zusammen mit den Kollegen der Rettungswache Feucht konnte diese Übung zügig abgearbeitet werden.

 

Durch das zweite Löschfahrzeug sowie das First-Responder Fahrzeug musste eine Person in einem Hackschnitzelbunker versorgt und gerettet werden. Nicht weit entfernt war eine Person aufgrund eines Unfalls in einer Industriehalle unter einer Last mit einem Gewicht von ca. 2 Tonnen eingeklemmt. Auch diese Übungen konnten zügig und erfolgreich beendet werden.

 

Am Nachmittag stand ein von der Straße abgekommener PKW auf dem Ausbildungsplan. Dieser wurde gegen weiteres Abrutschen gesichert, der Patient betreut und letztendlich aus dem Fahrzeug befreit.

 

Zuletzt waren alle Teilnehmer bei einer gemeinsamen Lage noch einmal abschließend gefordert. Auf einem Firmengelände war ein Kleinbus nach einer Kollision mit einem Gabelstapler umgekippt und drei Personen wurden dabei teils schwer verletzt. Hier mussten verletzte Personen betreut und versorgt, das Fahrzeug gesichert, der Brandschutz sichergestellt sowie zwei Personen mittels hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreit werden.

 

Durch die Ü-40-Gruppe der Feuerwehr Burgthann wurden alle Teilnehmer während des gesamten Zeitraums mit Getränken und mehrmaliger Verpflegung versorgt.

Zum Abschluss des Wochenendes bedankten sich die beiden Übungsleiter Thomas Schmid und Benjamin Peinzger bei allen Teilnehmern für das Interesse an dieser Veranstaltung und die hohe Motivation mit der alle Beteiligten zu Werke gingen. Ein weiterer Dank gilt der Feuerwehr Ezelsdorf, dem Presseteam der BRK Bereitschaft Nürnberg 1, den Kollegen der BRK Rettungswache Feucht, der Polizeihubschrauberstaffel aus Roth, allen Beteiligten Helfern im Hintergrund, sowie dem Notarzt Christian Matern aus Schwarzenbruck und Kreisbrandmeister Michael Lorenz welche die Übung als Beobachter unterstützten.

 

Ein besonderer Dank gilt den Firmen Renner und Bock aus Oberferrieden welche die Feuerwehr bereits seit vielen Jahren sehr tatkräftig unterstützen. Alexander Bock, selbst lange Zeit aktiv in der Feuerwehr Burgthann sowie Kurt Bock, langjähriges Vereinsmitglied, beschäftigen zusätzlich zwei Mitarbeiter welche auch tagsüber für Einsätze zur Verfügung stehen.

 

 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 



 

Bericht und Bilder: Florian Stahl, FF Burgthann


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